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05.02.2021, 13:28 Uhr
Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe III
Anträge und Abschlagszahlungen noch in diesem Monat
Wer kann Anträge stellen? Ab wann fließt das erste Geld? Diese und ähnliche Fragen quälen gerade zahlreiche Unternehmerinnen und Unternehmer. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

Wer kann Anträge stellen?

Alle Unternehmen mit mehr als 30% Umsatzeinbruch.

 

Wann fließt das erste Geld?

Nach der Antragsstellung zahlt der Bund eine Abschlagszahlung in Höhe von bis zu 100.000 pro Fördermonat. Dies soll noch im Februar der Fall sein. Die Maximalhöhe der Förderung beträgt pro Monat 1,5 Mio. €.

 

Ab wann können Anträge gestellt werden?

Die Anträge können seit dem 10. Februar 2021 gestellt werden. Hierfür muss das Portal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de genutzt werden. Die ersten Abschlagszahlen sollen seit dem 15. Februar 2021 fließen.

 

Wie geht es dann weiter?

Die Anträge werden von den zuständigen Einrichtungen in den Ländern weiterbearbeitet. In Thüringen ist dies die Thüringer Aufbaubank.

 

Woran orientiert sich die Höhe der Zahlungen?

Die Zahlungshöhe orientiert sich zum einen an der Höhe des Umsatzrückgangs, zum anderen an der Höhe der förderfähigen Fixkosten. Bei einem Umsatzrückgang von 30% bis 50% werden bis zu 40% der förderfähigen Fixkosten erstattet. Bei einem Umsatzrückgang von 50% bis 70% werden bis zu 60% der förderfähigen Fixkosten erstattet, bei mehr als 70% Umsatzrückgang werden bis zu 90% der förderfähigen Fixkosten erstattet.

 

Warum werden nur Fixkosten, aber keine Gewinne ausgeglichen?

Dies liegt in beihilferechtliche Regelungen begründet. Ein Ausgleich von Gewinnen ist nicht möglich, um staatsseitige Marktmanipulationen zu vermeiden. Abgesehen davon ist das Geld endlich.

 

Muss man Verluste nachweisen?

Bei Zuschüssen von insgesamt bis zu 1 Mio. € kann die Kleinbeihilfen-Regelung sowie die De-minimis-Verordnung ohne den Nachweis von Verlusten genutzt werden. Beihilfen aus bisherigen Förderprogrammen werden auf die Obergrenze angerechnet.

 

Welche Fixkosten sind förderfähig und was kann noch gefördert werden?

Einzelhändler können Wertverluste von unverkäuflichen oder saisonalen Waren als erstattungsfähige Fixkosten anerkennen lassen. Investitionen für bauliche Modernisierungen, zur Umsetzung von Hygienekonzepten oder für die Digitalisierung von Angeboten (z.B. Einrichtungen und Ausbau eines Online-Shops) sind ebenfalls von der Überbrückungshilfe III abgedeckt.

Einen konkreten Überblick, auch über Abschreibungen sowie Investitionen für Umbauten und Förderungen von Hygienekonzepten gibt es hier: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/UBH/Redaktion/DE/Textsammlungen/ueberbrueckungshilfe-lll.html