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15.09.2020, 07:47 Uhr
„Goldener Plan“ für den Sport und mehr - Thüringen will unterzeichnen
Allein in diesem Jahr stellt der Bund in Umsetzung des Konjunktur- und Krisenbewältigungsprogramms der Bundesregierung mit dem zweiten Nachtrag zum Bundeshaushalt kurzfristig 150 Millionen Euro für den Investitionspakt Sportstätten zur Verfügung. Mit weiteren 640 Millionen Euro unterstützt der Bund über den „Goldenen Plan“ die Städte und Gemeinden in den Jahren 2021 bis 2024 bei der Sanierung ihrer Sportanlagen.
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Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern für Bau und Heimat, sagt: „Die Verwaltungsvereinbarung für die 150 Millionen Euro Sportstättenförderung wurde von Bundesinnenminister Seehofer Mitte Juli unterzeichnet, die Thüringer Staatskanzlei beabsichtigt, diese gegenzuzeichnen. Sobald alle Länder unterschrieben haben, tritt diese in Kraft.“
Analog der Städtebauförderung wird der Investitionspakt als Bundesfinanzhilfe ausgestaltet und von den Ländern umgesetzt. „75 Prozent übernimmt der Bund, mindestens 15 Prozent die Länder und maximal zehn Prozent die Kommunen“, so der Bundesbaupolitiker. Viele Bundesländer, darunter Sachsen-Anhalt, NRW und Bayern, haben ihren Projektaufruf – unter der Voraussetzung des Inkrafttretens der Verwaltungsvereinbarung – bereits gestartet. Denn die Entscheidung zur Aufnahme von Maßnahmen zur Förderung von Sportstätten trifft das Land auf Antrag der Kommunen.
Volkmar Vogel sagt: „Allein von den 150 Mio. Euro aus dem Haushalt 2020 können die Kommunen im Freistaat mit rund 3,67 Millionen Euro profitieren.“  Doch das ist nur ein Bruchteil der Bundesfördermittel, die dem Sport zugutekommen.

Bund und Länder haben sich gemeinsam auf einen neuen Investitionspakt zur Sportstättenförderung geeinigt. So unterstützt der Bund über den „Goldenen Plan“ die Kommunen bei der Sanierung ihrer Sportstätten in den Jahren 2021 bis 2024 mit insgesamt 640 Millionen Euro. Auch von anderen Bundesprogrammen profitieren die Sportzentren erheblich. Erst in diesem Monat erhielt Langenwolschendorf die Zusage über 1,4 Millionen Euro aus dem Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen, Sport, Jugend und Kultur für sein Sportzentrum „Schleizer Hof“. Die Turnhallensanierung der Geraer Ostschule profitiert ebenfalls von diesem Fördertopf.

Volkmar Vogel sagt: „Sport ist gesund und fördert den gesellschaftlichen Zusammenhang. Daran dürfen wir nicht sparen.“ Das gelte im Sinne gleichwertiger Lebensverhältnisse ganz besonders für die kleinen Städte und Dörfer im ländlichen Raum. Der Bundestagsabgeordnete aus Ostthüringen weiß: „Der Sanierungsbedarf kommunaler Sportstätten ist groß – auch im Freistaat.  Im Rahmen der verfassungsrechtlichen Möglichkeiten wird der Bund mit dem Investitionspakt Sportstätten seiner Verantwortung gerecht. Ich hoffe sehr, dass einige Thüringer Sportanlagen von der Bundesförderung profitieren.“