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28.11.2019, 08:48 Uhr
Bauern fühlen sich als Prellbock
Nicht weiter Stadt und Land gegeneinander aufhetzen
Miteinander statt gegeneinander -  das gilt für Volkmar Vogel auch für die Landwirtschaft. Die Bauernproteste am Dienstag, 26. November, waren in den Augen des Bundestagsabgeordneten aus Ostthüringen ein wichtiger Schritt zum gegenseitigen Verständnis von Stadt- und Landbevölkerung.
© Büro Volkmar Vogel
Die Landwirtschaft ist im Wandel. Beim Umwelt-, Klima- und Tierschutz wird ihr derzeit viel zugemutet. Doch der Agrarsektor ist auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. „Das haben die Bauern mit ihrer Sternfahrt zum Berliner Regierungsviertel uns Politikern, den Berlinern, den Touristen und dem ganzen Land deutlich gemacht“, so Volkmar Vogel und betont: „Die Landwirte sind nicht Prellbock für alles.“

Obwohl die Düngemittelverordnung an die EU-Vorgaben angepasst werden muss, muss sie für die Landwirte praktikabel bleiben. Volkmar Vogel sagt: „Die Bauern müssen von ihrer Arbeit leben können. Eine schleichende Enteignung darf es nicht geben. Auch Artenschutz und das Aktionsprogramm Insektenschutz sind wichtig. Klar ist aber auch: Hier ist nicht nur die Landwirtschaft gefragt. Es sind nicht nur die Landwirte in den Dörfern und Stadtdörfern, die Insekten das Leben schwer machen. Gerade beim Insektenschutz kann und muss auch in den Metropolen noch deutlich mehr geschehen. Wir dürfen nicht die Stadt- und Landbewohner gegeneinander ausspielen. Das ist nicht unser Stil. Klimaschutz ist nicht alleinige Aufgabe der Landwirtschaft.“

Die Verabschiedung des Agrarhaushalts war ein Schritt in die richtige Richtung. Mit 6,7 Milliarden Euro investiert der Bund so viel in die Zukunft der deutschen Landwirtschaft wie nie zuvor. Volkmar Vogel sagt: „Die Bauern brauchen eine Perspektive. Vor allem junge Landwirte sehen sich durch die immer neuen Anforderungen in ihrer Existenz gefährdet.“ Es sei nur verständlich, dass sie auf die Straße gegangen sind, so der CDU-Politiker und betont: „Das Demonstrationsrecht ist für alle da - nicht nur für die Rechten, die Linken und die Klimaaktivisten, sondern auch für rechtschaffene Bauern und Arbeiter, die täglich hart arbeiten. Sie sind es, die sich um Natur und Umwelt kümmern.“