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07.06.2019, 12:18 Uhr
Wasserstoff-Antrieb ist keine Alternative zur Elektrifizierung
Der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) kennt als Verkehrsexperte die Argumente um die geplanten Wasserstoff-Züge für Thüringen.
Grundsätzlich hält Vogel die Diskussion über die Wasserstoffantriebstechnik für sinnvoll, gerade in der Fahrzeugentwicklung im PKW-Bereich. Dafür hat sich der Abgeordnete, der auch Mitglied im Umweltausschuss ist, in den letzten Jahren wiederholt ausgesprochen.

„Allerdings dürfen wir uns jetzt nicht die Chance nehmen lassen auf die zügige Elektrifizierung der Mitte-Deutschland-Verbindung und die Elektrifizierung der Strecke Gera – Zeitz – Leipzig. Ansonsten laufen wir Gefahr, dass Gera wieder vom Fernverkehr abgekoppelt wird“, mahnt Vogel.

Derzeit ist der Fernverkehr nicht sehr attraktiv, weil die Züge von elektrischem Antrieb auf Diesel umgespannt werden müssen. Mit der Einführung des Wasserstoffantriebs wäre dieses Problem nicht gelöst. Lange Umspannzeiten machen den Fernverkehr unattraktiv und unwirtschaftlich. Außerdem hält die Wasserstoff-Antriebstechnologie noch keinem größeren Lastenaustausch Stand, so Volkmar Vogel.