Neuigkeiten

07.06.2019, 08:54 Uhr
Volkmar Vogel: „Privilegierung von Windkraft im Außenbereich einschränken“
Unabhängig von den 1000 Metern Mindestabstand zur Wohnbebauung, die auch in Thüringen gelten, ist Volkmar Vogel für die Abschaffung der Privilegierung von Windkraftanlagen im Außenbereich.
Die bisherige Regelung sei weder zeitgemäß noch der Akzeptanz dienlich, so der Bundestagsabgeordnete aus Ostthüringen.  In der gemeinsamen Arbeitsgruppe Akzeptanz/Energiewende ist diese  Position von CDU/CSU mit der SPD jedoch schwer durchsetzbar.

Die koalitionsinterne Arbeitsgruppe berät seit Anfang des Jahres u.a. die bessere Beteiligung der Anwohner von Windkraftanlagen und damit die Erhöhung der Akzeptanz für den Ausbau der Windenergie an Land. Auch wenn es bisher zu keiner Einigung kam, gibt es zumindest einen für die Union gangbaren Kompromiss. Neben den 1000 Metern Mindestabstand, die man bundeseinheitlich regeln könnte, würde es dann einen zweiten größeren Bereich geben, in dem die Privilegierung nicht gilt. Damit wären weitere Untersuchungen zur Beeinträchtigung  der Anwohner und der Natur - auch von betroffenen Waldflächen - notwendig. Nach Vogels Ansicht ist dies ein gangbarer Kompromiss.
 „Wenn eine Länderöffnungsklausel notwendig wird, um die Zustimmung des Bundesrats zu erhalten, wäre es wichtig, dass Thüringen von dieser keinen Gebrauch macht“, ergänzt der Baupolitiker

Grundsätzlich befürwortet Vogel den Ausbau regenerativer Energien, um die Energieeinsparziele zu erreichen. Er betont jedoch: „Dabei müssen wir Rücksicht auf Mensch, Natur und Kulturlandschaft nehmen. Die Menschen vor Ort müssen einbezogen werden und sich am Planungsprozess beteiligen können. Nur so bekommen wir ihre Akzeptanz und können gemeinsam die Energiewende zum Erfolg führen.“