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18.07.2012, 16:37 Uhr
Volkmar Vogel in der Heimat unterwegs
Es sind noch keine Bundestagswahlen
Wenn Politiker auf die Straße gehen und sich mit dem Bürger von nebenan auf Augenhöhe unterhalten, können nur die nächsten Wahlen anstehen. Und doch ist gerade Wahlkampfpause. Landrätin Martina Schweinsburg ist in ihrem Amt bestätigt, Bürgermeister haben ihre neuen oder alten Chefsessel eingenommen und im Bundestag werden erst 2013 die Würfel neu gemischt. Gleichwohl sah man am Dienstagvormittag den orangen Schirm der CDU am Zeulenrodaer Stadtbrunnen leuchten.
Nicht nur im Wahlkampf Ansprechpartner vor Ort: Bundestagsabgeordneter Volkmar Vogel (re.) steht den Bürgern auf seiner Sommerinfotour Rede und Antwort.
Es war der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel, der dort an seinem letzten Infostand auf seiner Sommerinfotour die Hände interessierter Passanten schüttelte. Keine Fata Morgana in der wahlkampflosen Zeit, sondern ernst gemeintes Interesse am Bürgerwohl. Es ist dieses Engagement, das der CDU-Politiker jedes Jahr zeigt, wenn er sich in den Sommermonaten auf Infotour begibt. Es ist aber auch jenes Streben, das der Ostthüringer stets zeigt, wenn er vor Ort ist, bei den Menschen in seinem Wahlkreis: gestern bei der Wismut GmbH in Ronneburg, heute bei den Bundeswehrsoldaten in Gera. Doch schon morgen wird Volkmar Vogel wieder im Bundestag sitzen zu einer Sondersitzung bezüglich EFSF-Hilfen für spanische Banken.

Da hatten die Mitglieder der Seniorenunion des Kreisverbandes Greiz noch einmal Glück gehabt – konnte nun doch Volkmar Vogel am Dienstagnachmittag ihrer Einladung nach Triebes Folge leisten. Es hört sich doch so gut an, wenn ein Abgeordneter sprichwörtlich aus dem Nähkästchen des Bundestages plaudert: über die Reform der Pflegeversicherung, die höhere Pflegesätze verspricht und von einer über zweiprozentigen Rentenerhöhung für eben die Menschen, die Zeit ihres Lebens am Wohlstand gearbeitet haben und nun etwas von diesem zurückbekommen sollen. „Selbstverständlich muss das System künftig weiter überdacht werden“, gab Volkmar Vogel unmissverständlich zu verstehen.

Was zu so einem politischen Kaffeekränzchen gewiss nicht unausgesprochen bleiben durfte – wenn schon mal einer Geschichten aus dem Bundestag erzählt – war die Sache mit dem Meldegesetz. Die Kritik daran, dass ein Häuflein Abgeordneter ein Gesetz beschließt, das dem Bürger die Kontrolle über seine Daten entzieht, ist auf den ersten Blick verständlich. Den zweiten Blick, den hinter die Kulissen, gewährte Volkmar Vogel den am Nachmittag Anwesenden. Während der Beschlussfassung war auch er nicht im Plenarsaal präsent, sondern habe eine Besuchergruppe vom Kreisfeuerwehrverband Altenburg und der Freiwilligen Feuerwehr Gera-Hermsdorf durch das Reichstagsgebäude geführt. Eine von unzählig vielen Aufgaben, die ein Abgeordneter zu bewältigen hat. Eine von zahllosen Tätigkeiten, die nicht im Plenarsaal erledigt werden können. Aber auch eine, die nicht nur erwartet wird, sondern, die dem Abgeordneten sehr am Herzen liegt: „Ich freue mich jedes Mal, wenn mich Leute aus meiner Heimat in Berlin besuchen kommen. Schließlich spreche ich für die Interessen der Menschen aus meinem Wahlkreis“. Dem ungeachtet sei der Gesetzentwurf selbstverständlich vorab in der Fraktion besprochen worden. „Der folgende Änderungsantrag war nicht im Sinne der Mehrheit“, legte Volkmar Vogel nahe und bekräftigte schließlich, dass auch er es nicht befürwortet, dass Meldedaten verkauft werden sollen.