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19.09.2013, 15:00 Uhr
MdB Vogel: „Stabilisierung der Währungsunion bedeutet Sicherung von Arbeitsplätzen“
Zur Diskussion über die Entwicklungen im Euro-Raum erklärt der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel:
"In der Debatte über die Euro-Krise wird viel Schwarz-Weiß-Malerei betrieben. Die auf der einen Seite wollen den Euro-Austritt, die auf der anderen Seite die Vergemeinschaftung von Schulden. Beide Wege sind die falschen zur Bewältigung der Euro-Krise.

Der Euro hat der deutschen Wirtschaft große Zugewinne gebracht. So konnte der Export innerhalb der Euro-Zone erhöht werden. Daneben bringt ein europäischer Wirtschafts- und Währungsraum langfristig gesehen große Standortvorteile gegenüber anderen Kontinenten. Wir sollten da auch an unsere Kinder und Enkel denken. Für jeden von uns hat der Euro einen weiteren guten Effekt: Die durchschnittliche jährliche Inflationsrate beträgt 1,6%, während sie vor der Währungsgemeinschaft noch bei durchschnittlich 2,6% pro Jahr lag.

Der Euro ist in der Krise auch ein Motor zur Reform nationaler Strukturen. So sind die Krisenländer mit dem Fiskalpakt verpflichtet, ihre Haushalte nicht weiter ausufern zu lassen. Auch das trägt zur Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Euro-Zone bei. Mit einer Schuldenvergemeinschaftung wären für die Krisenländer alle Anreize weg, ihre Strukturen zu reformieren.

Ein Austritt aus der Euro-Zone hätte jedoch weitreichende Folgen. Unmittelbar nach dem Austritt käme es zu einem Einbruch der Wirtschaft, der mehrere Milliarden Euro volkswirtschaftliche Verluste nach sich ziehen würde. Bei einem sofortigen Austritt ist ein Wachstumseinbruch z.B. um 3,5% für 2014 prognostiziert. Ganze Unternehmenszweige und damit viele Arbeitsplätze wären bedroht.

Der moderate Weg der CDU/CSU-geführten Bundesregierung unter Angela Merkel mit Strukturreformen und Fiskaldisziplin gibt die größten Chancen, die Währungsunion erfolgreich weiterzuentwickeln und Deutschlands Position in der Welt zu bewahren - denn das bedeutet auch bei uns im Kleinen die Rettung von Arbeitsplätzen und eine stabile Währung."