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21.03.2021, 18:07 Uhr
Volkmar Vogel: „1,5 Mrd. € für unseren Wald“
Klimaanpassung, Wiederbewaldung, Räumung, Nachhaltigkeitsprämie, Holz als Baustoff – der Bund hat ein Hilfsprogramm in Höhe von insgesamt 1,5 Milliarden Euro für unseren Wald gestartet. „Unser Wald leidet, das merken nicht mehr nur Forstleute und Waldbesitzer, sondern alle Leute beim Sonntagsspaziergang“, sagt Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundessminister des Innern, für Bau und Heimat und Bundestagsabgeordneter aus Ostthüringen, zum Internationalen Tag des Waldes am 21. März.
© Büro Volkmar Vogel
Volkmar Vogel sagt: „Unsere Wälder bieten Lebensraum für unzählige Tiere und Pflanzen, sind Erholungsraum für den Menschen und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder schützt das Klima, sichert die Biodiversität und liefert den klimafreundlichen, vielseitig einsetzbaren Rohstoff Holz“, so Volkmar Vogel und ergänzt: „Die Rettung unseres Waldes ist eine Aufgabe die nicht nur die Waldbesitzer, sondern alle angeht.“ Besonders am Herzen liegt dem Baupolitiker Vogel die Anfang März in Kraft getretene Förderrichtlinie zum „Klimafreundlichen Bauen mit Holz“: „So stärken wir den Sektor Forst und Holz und tun etwas für das Klima. Denn das Verbauen von Holz in langlebigen Bauteilen bindet das CO2 langfristig.“ Ebenfalls gefördert werden sollen Investitionen in der Holzwirtschaft, etwa Lasertechnologie für die Holzvermessung oder der Einsatz von Robotik im Holzbau. Dass die Hilfen des Bundes ankommen, zeigt die Waldzustandserhebung 2020: Seit der vorherigen Erhebung konnte die wieder zu bewaldende Fläche durch Neupflanzungen bereits um 8000 Hektar verringert werden, nichtsdestotrotz betrug die Schadfläche Ende letzten Jahres noch 277.000 Hektar. Der CDU-Bundespolitiker Volkmar Vogel sagt: „Vier von fünf Bäumen haben lichte Kronen. Das zeigt den Stresspegel, dem unsere Bäume durch Dürre, Stürme, Schädlinge und Brände ausgesetzt sind. Es liegt viel Arbeit vor uns. Auch rund 171 Millionen Kubikmeter Schadholz müssen beseitigt werden. Eine gewaltige Herausforderung für unsere Waldbesitzer und Forstleute, zumal die Holzpreise aufgrund der großen Menge Schadholz im Keller sind.“ Zur Rettung des Waldes hat der Bund mit den Ländern 800 Millionen Euro über die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) zur Verfügung gestellt. Diese unterstützt bei der Räumung, klimaangepasster Wiederbewaldung und allen Maßnahmen zur Klimaanpassung im Wald. Mit weiteren 700 Millionen Euro wird die Wald-, Forst und Holzwirtschaft über das Corona-Konjunkturpaket unterstützt. 500 Millionen Euro werden als Bundeswaldprämie ausgezahlt, eine schnelle und unbürokratische Hilfe für den Kommunal- und Privatwald. Ab einem Hektar Waldbesitz wird eine diese Nachhaltigkeitsprämie gezahlt. Sie ist an klare Kriterien für einen höheren Standard bei der Bewirtschaftung geknüpft. Seit Einführung der Nachhaltigkeitsprämie ist die zertifizierte Fläche ist bereits um über 550.000 Hektar angestiegen. Mehr als 4.000 Kommunen haben einen Antrag auf Förderung gestellt. Auch die 50 Millionen Euro für das Investitionsprogramm Wald stammen aus dem Konjunkturpaket. Mit den bereits ausgeschöpften Mitteln wurde moderne Technik und Digitalisierung für eine nachhaltige Waldwirtschaft bezuschusst.