Neuigkeiten

16.10.2020, 16:54 Uhr
Bis zu 200.000 Euro für Projekte zur Aufarbeitung des SED-Unrechts
Zum 30. Jahrestag der deutschen Einheit startet die Ausschreibung des Bundesprogramms „Jugend erinnert“. Gemeinnützige Einrichtungen, Vereine und Institutionen können bis zu 200.000 Euro für Projekte beantragen, die sich mit der SED-Diktatur befassen. Dies teilt Volkmar Vogel, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, mit.
Gedenkstätte Amthordurchgang Gera (© Büro Volkmar Vogel)
Volkmar Vogel sagt: „Viele Menschen leiden bis heute unter dem, was die Stasi ihnen antat. Das darf nicht in Vergessenheit geraten. Junge Menschen, die nicht wissen, was ein autoritäres Regime in der Gesellschaft anrichtet, laufen Gefahr es zu verharmlosen. Mit dem 2017 in Leben gerufenen Programm soll deshalb die junge Generation angeregt werden, sich auch außerhalb des Schulalltags mit dem SED-Unrecht und seinen Folgen auseinanderzusetzen.“

Aufarbeitungseinrichtungen wie Gedenkstätten, Museen oder Wissenschaftsorganisationen sind aufgefordert, sich mit Trägern der Bildungs-, Jugend- und Kulturarbeit sowie Jugendorganisationen zu vernetzen, um gemeinsam zeitgemäße, innovative Bildungsformate für und mit jungen Leuten im Alter von zwölf bis 27 Jahren zu schaffen und weiterzuentwickeln.

Anträge auf Förderung im Rahmen von „Jugend erinnert“ können bis zum 15. Februar 2021 bei der Bundesstiftung Aufarbeitung gestellt werden. Ausschreibung, Fördergrundsätze sowie weitere Informationen zur Antragstellung finden Sie unter bundesstiftung-aufarbeitung.de/jugend-erinnert.