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14.12.2012, 16:14 Uhr
Schenkelbrand bei Pferden auch bei neuem Tierschutzgesetz erlaubt
Es gibt ein neues Tierschutzgesetz. Der Bundestag hat die Novelle am gestrigen Donnerstag zu später Stunde mit den Stimmen der Regierungskoalition beschlossen. Neben der Kastration von Ferkeln bleibt auch das Brandzeichen bei Pferden erlaubt. Hierzu erklärt der Ostthüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel:
Wir Abgeordnete haben das Für uns Wider um den Schenkelbrand als geeignete Kennzeichnungsmethode bei Pferden intensiv diskutiert.

Die Mehrheit von uns – so auch ich – ist zu dem Schluss gekommen, dass ein Verbot aus Gründen des Tierschutzes nicht überzeugt. Denn anders als die Gegner des Schenkelbrandes behaupten, ist die alternative Kennzeichnung durch einen Transponder oder einen Chip aus tierschutzrechtlichen Gründen sowie aus Gründen der Fälschungssicherheit noch ungeklärt. Diese gilt es zu erforschen. Von daher wollen wir den Schenkelbrand als jahrhundertealte sichere und bewährte Methode zur Kennzeichnung der Tiere auch künftig in Deutschland erhalten.

Deshalb dürfen Pferde weiterhin mit einem Heißbrand auf dem Schenkel gekennzeichnet werden. Der betäubungslose Heißbrand bleibt bis Ende 2018 zugelassen. Auch danach ist der Schenkelbrand weiter erlaubt. Er muss dann jedoch unter lokaler Betäubung stattfinden, die vom Tierhalter selbst vorgenommen werden kann.