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13.09.2019, 09:31 Uhr
Infraschall: Volkmar Vogel holt sich Rat vom Wissenschaftlichen Dienst
Im Zusammenhang mit Windkraft steht immer wieder auch die gesundheitliche Auswirkung von Infraschall in der Diskussion. Volkmar Vogel beauftragte deshalb den Wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestags, den aktuellen Forschungsstand zusammenzutragen.
„Die Dokumentation zeigt, dass weder die Unschädlichkeit noch die Schädlichkeit des von Windkraftanlagen ausgehenden Infraschalls zweifelsfrei erwiesen ist“, so der Bundestagsabgeordnete aus Ostthüringen. „Dazu müssen belastbare Langzeitstudien vorliegen.“

Für Volkmar Vogel hat die Gesundheit des Menschen im Zweifelsfall Vorrang: „Bis wir mehr über Infraschall wissen, hilft nur größtmöglicher Abstand zu Wohnbebauung“, so der CDU-Politiker. Infraschall besteht aus nicht hörbaren langwelligen Schallwellen mit einer Frequenz unter 20 Hertz. Die Entstehung von Infraschall durch Windkraftanlagen ist laut Wissenschaftlichem Dienst unbestritten. Fest steht: Gerade langwelliger Infraschall kann durch Schutzwälle oder Gebäude kaum gedämpft, geschweige denn geblockt werden. Lediglich über die Entfernung wird er abgeschwächt.

Deshalb setzt sich Volkmar Vogel unabhängig von den 1000 Metern Mindestabstand zur Wohnbebauung, die auch in Thüringen gelten, für die Abschaffung der Privilegierung von Windkraftanlagen im Außenbereich, zumindest aber deren Einschränkung ein. „Ein gangbarer Kompromiss wäre es, neben den 1000 Metern Mindestabstand, die man bundeseinheitlich regeln könnte, einen größeren Bereich festzulegen, in dem die Privilegierung nicht gilt“, sagt er.

Das Umweltbundesamt kam im Mai diesen Jahres in einem Hintergrundpapier zur Windenergie zu dem Schluss: „Derzeit fehlen noch Langzeitstudien, die über chronische Effekte nach langjähriger niederschwelliger Infraschallbelastung Aufschluss geben könnten.“ Weitere Erkenntnisse erhofft sich Volkmar Vogel u.a. vom Projekt EARS II, einer europäischen Kooperation, an der die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) beteiligt ist. Ziel des Projekts ist es auch, neue Bewertungsmethoden für Gesundheitsrisiken durch Infraschall zu entwickeln.

Volkmar Vogel ist nicht gegen Windkraft, aber mögliche Schäden für Mensch und Natur müssen ausgeschlossen werden.

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