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18.04.2013, 16:41 Uhr
Volkmar Vogel zur Frauenquote
Der Ostthüringer CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel erklärt, warum er als einer der 320 von insgesamt 620 Volksvertretern gegen die rot-grüne Initiative zur Einführung einer gesetzlichen Frauenquote in Aufsichtsräten gestimmt hat.
Es steht außer Frage, dass wir Männer und Frauen in unseren Aufsichtsgremien brauchen; schließlich sollen solche Gremien Abbilder unserer Gesellschaft sein.

Dabei bin ich optimistisch, dass sich in den nächsten Jahren aufgrund der geführten Diskussion die Frage der Geschlechtergleichheit in den Chefetagen regeln wird – allein schon, weil sich die Zeiten samt der Familienpolitik ändern. So ist der Stand beim Ausbau der Kindergärten und die klassische Rollenverteilung bei Paaren mit und ohne Kindern heute ein anderer als noch vor zwanzig Jahren. Für zukunftsorientierte Unternehmen wird es unerlässlich sein, hochqualifizierte Frauen in ihren Führungsetagen zu haben.

Außerdem habe ich dem Oppositionsantrag nicht zugestimmt, weil Freiwilligkeit und Eigenverantwortung für mich einen höheren Stellenwert haben als gesetzliche Regelung.

Von daher halte ich den im Parteivorstand erarbeiteten Vorschlag für den richtigen Weg. Er sieht vor, dass ab 2020 eine feste Quote von 30 Prozent für Frauen in Aufsichtsräten von mitbestimmungspflichtigen Unternehmen, also mit mehr als 2000 Mitarbeitern, und börsennotierten Unternehmen gilt.