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11.05.2019, 08:13 Uhr
Tag der Städtebauförderung in Gera: „Viel bewegt und noch mehr geplant“
„Geras Neue Mitte, die Stadtteile Lusan und Bieblach, die Ostschule sowie der Campus Rutheneum u.v.m. - mit den Mitteln der Städtebauförderung konnten wir in Gera in den letzten 25 Jahren viel bewegen“, freut sich der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel, „wir können stolz auf unser Oberzentrum sein.“
Im Mittelpunkt steht am 11. Mai, dem 5. Tag der Städtebauförderung, das Projekt der Internationalen Bauausstellung (IBA) Geras Neue Mitte. Die 2,5 Hektar große Brachfläche im Herzen der Stadt vor dem Kultur- und Kongresszentrum wird wiederbelebt. „Das ist ein gutes Beispiel zur Umsetzung des Urbanen Gebiets, für dessen Aufnahme in die Baunutzungsverordnung (BauNVO)  ich mich in der letzten Legislaturperiode vehement eingesetzt hatte“, so Volkmar Vogel. Der Baupolitiker ist überzeugt: „In der Geraer Mitte muss - wie schon früher - die Kombination von Wohnen, Arbeiten und Freizeit möglich sein. Das steigert die Attraktivität von Geras Zentrum, auch für die Bürger aus den Außenbezirken, den Stadtdörfern und dem Umland.“ Mit dem geplanten Mix aus Enge und Weite, aus Freiräumen und Gebäuden schaffen die Stadtplaner Spannung und Abwechslung. Finanziert wurden die Planungen fast komplett vom Bund und dem Freistaat Thüringen über Mittel der Städtebauförderung.

Aber auch zahlreiche weitere Projekte in und um Gera konnten mit Hilfe der Städtebauförderung gestemmt werden. 2,7 Millionen Euro Fördermittel gab es für den Campus Rutheneum. Die für die Gesamtsanierung der Ostschule wesentlichen Fördermittel stammen aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Als stellvertretender Vorsitzender im Ausschuss für Bau, Wohnen, Stadtentwicklung und Kommunen freut sich Volkmar Vogel über die gute Nachricht für Gera: „An der Förderung für die neue Sporthalle wird in besonderem Maß die Investition in die Zukunft deutlich. Sporteinrichtungen stärken den gesellschaftlichen Zusammenhalt über die Schule hinaus und werden so zu Ankerpunkten im Quartier.“
Der Campus Rutheneum kann am Tag der Städtebauförderung ebenso besichtigt werden wie die mit Bundesmitteln sanierte Salvatorkirche und der Schulneubau Christliche Gemeinschaftsschule. Gera präsentiert zudem zahlreiche Bauhaus-Bauten wie bspw. das Bahnpostamt und das Verwaltungsgebäude De-Smit-Str. 18.  Auch die Pläne für die Clara-Zetkin-Straße werden vorgestellt. Mit bis zu 90 Prozent Städtebaufördermittel soll die einstige Adelheidstraße, die Prachtstraße Geras, historisch saniert werden. Zu den geplanten Baumaßnahmen gehören Gehwege mit Klinkerpflaster und 46 neue Bäume zwischen Puschkinplatz und Leipziger Straße.

Doch Volkmar Vogel hat bei der Städtebauförderung keineswegs nur Geras Zentrum im Blick. Auch den Wandel in Lusan und Bieblach begleitet er mit dem Geraer Stadtrat Andreas Kinder eng. Sie wissen: „In Lusan wurde bereits viel bewegt. Der Stadtteil hat an Attraktivität und Wohnqualität gewonnen. Was aber noch fehlt, ist ein richtiges Stadtteilzentrum.“ Darüber tauschten sie sich mit Lusans Stadtteilmanager Ingo Frank aus und wollen auch weiter im Gespräch bleiben.
Noch größeren Handlungsbedarf sehen Volkmar Vogel und Andreas Kinder in Bieblach. Erst vor wenigen Wochen besuchte der CDU-Bundestagsabgeordnete das dortige Stadtteilbüro und sprach mit Steffi Nauber, Stadtteilmanagerin von Bieblach, und Susanne Zwiebler vom Deutschen Familienverband über die Entwicklung des Stadtteils. Seitdem treibt ihn das Thema "Bieblach und Wohnen" um. „Leider geht in Bieblach seit Jahren die Entwicklung der Wohnquartiere nur schleppend voran“, sagt Volkmar Vogel und erklärt: „Zwar werden einzelne Blöcke saniert, aber das 2005 verabschiedete und 2008 novellierte integrierte Stadtentwicklungskonzept für Bieblach muss dringend überarbeitet werden.“ Vogel ist überzeugt: „Nur im Dreiklang von Rückbau, Aufwertung und Durchmischung können wir den Stadtteil attraktiver machen.“ 
Im integrierten Entwicklungskonzept der Stadt Gera 2030 kommen Bieblach und auch Lusan zu kurz. Das Augenmerk liegt auf der Stabilisierung der Stadtmitte.

Vogels Fazit: „Gera kann sich sehen lassen. Die Programme der Städtebauförderung sind hier gut angelegtes Geld und Änderungen in der Baugesetzgebung wirken, wie z.B. bei der Neuen Geraer Mitte. Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass auch die Stadtdörfer attraktiver werden, indem wir durch die Einführung eines Gebietstypus „Ländliches Kerngebiet“ Lückenbebauung und Bauen in zweiter Reihe erleichtern sowie die Vereinbarkeit von Wohnen und Arbeiten verbessern.“