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17.05.2016, 12:57 Uhr
Kommunale, Genossenschaften und Private am Wohnungsmarkt – der Mix macht's
„Mit der in der Bundesrepublik bewährten Struktur aus kommunalen, genossenschaftlichen und privaten Akteuren am Wohnungsmarkt werden wir die städtebaulichen Herausforderungen der Zukunft schultern“, sagt der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel. „Der Bund muss Rahmenbedingungen schaffen, dass alle Beteiligten wirtschaftlich handeln können.“
Am 21. Mai ist Tag der Städtebauförderung. Unter dem Motto „Aus Liebe zum Quartier“ präsentieren Kommunen Projekte, mit denen sie den Herausforderungen des demographischen Wandels und der Energiewende begegnen. Der Bund unterstützt diese Aufgaben von Ländern und Kommunen mit mehr 700 Millionen Euro jährlich. 300 Millionen Euro davon sind für die soziale Stadtentwicklung vorgesehen. „Das ist ein wichtiger Beitrag zur erfolgreichen Integration“, so der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel. „Denn Wohnen ist eine soziale Frage.“

Der CDU-Politiker aus Ostthüringen sagt: „Die Ziele unserer Stadtentwicklungspolitik sind Teilhabe, sozialer Friede sowie ein gesundes, sicheres und bezahlbares Zuhause für alle Menschen in Deutschland. Bei allen Problemen haben wir in Deutschland doch einen funktionierenden Wohnungsmarkt. Das haben wir dem Engagement der kommunalen, genossenschaftlichen und privaten Markteilnehmer zu verdanken.“
Im Besitz privater Haushalte sind 66 Prozent aller Mietwohnungen. 12 Prozent der Mietwohnungen befinden sich im Eigentum privater Unternehmen und jeweils zehn Prozent im Eigentum von Genossenschaften und der öffentlichen Hand.

„Um unsere Städte und Gemeinden auch in Zukunft attraktiv zu halten, brauchen wir Investitionen“, sagt Vogel und fordert dafür steuerliche Anreize. Er erwartet, dass die Sonderabschreibung für Neubau in Regionen mit Mietpreisbremse bald eingeführt wird. Für die Stabilisierung des Wohnungsmarktes hält der Baupolitiker aber auch eine Erhöhung der linearen Abschreibungsmöglichkeit von derzeit zwei Prozent für sinnvoll. Er begründet dies vor allem mit den gestiegenen  Anforderungen an die technischen Anlagen am Bau und den dafür kürzeren Abschreibungszeiträumen.
Vogel weiß: „Nicht alle profitieren von Abschreibungsmöglichkeiten. Leute, die jeden Tag mit ihrer Arbeit auf die eigenen vier Wände sparen, sind auf staatliche Förderung angewiesen.“ Deswegen regt er an, die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmer-sparzulage an die Einkommens- und Preisentwicklung anzupassen. Nach über 20 Jahren sei eine Erhöhung der Einkommensgrenzen überfällig.

„Die Städtebauförderung ist eine Erfolgsgeschichte, die wir weiter ausbauen müssen,“ sagt Vogel. „Bei der Wiederherstellung der Innenstädte und der Modernisierung des Wohnungsbestands in Ostdeutschland hat diese Gemeinschaftsleistung von Bund, Ländern und Kommunen hervorragendes geleistet. Um den Wohnungsmarkt in Deutschland auch in Zukunft stabil und ausgewogen zu erhalten, müssen wir Investitionsanreize für alle Akteure schaffen – auch aus Liebe zum Quartier und zur Umwelt.“