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06.01.2016, 17:45 Uhr
Vogel: Theater und Orchester in Altenburg und Gera erhalten
„Die Thüringer Theater- und Orchesterwelt muss in ihrer Vielfalt erhalten bleiben“, sagt der Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel aus Ostthüringen. „Insbesondere Gera und Altenburg haben in den letzten 20 Jahren bereits genug Einschnitte hingenommen.“

„Unsere Kultur darf nicht kaputt gespart werden. Vor allem nicht im Freistaat, denn Thüringen ist ein Kulturland“, sagt der CDU-Politiker Volkmar Vogel. Bereits 2011 hat Thüringen als erstes Bundesland ein Leitbild Kultur entworfen. Hierin heißt es unter anderem: „Kultur ist für uns nicht das, was man sich leisten kann, wenn noch ein paar Euro übrig sind, sondern Kultur ist für Thüringen ein harter Standortfaktor.“ Das ist auch Vogels Überzeugung. Zudem weist er darauf hin, dass eine attraktive Kulturlandschaft hilft, die Folgen des demografischen Wandels abzumildern.

Der Bundestagsabgeordnete Vogel weiß: „Jedes der zahlreichen Thüringer Theater und Orchester ist das kulturelle Zentrum der jeweiligen Region. Indem sich das Landestheater Altenburg und die Bühnen der Stadt Gera bereits 1995 zur „Theater & Philharmonie Thüringen GmbH“ (TPT) zusammenschlossen, haben sie dem demografischen Wandel Rechnung getragen. Diesem wirtschaftlichen Denken und Handeln ist es zu verdanken, dass die Theaterlandschaft in Ostthüringen insgesamt erhalten blieb. Aller damit verbunden Schwierigkeiten und Einschnitte zum Trotz.“ Im Zuge der Fusion verschmolzen 2001 auch die Landeskapelle Altenburg und das Philharmonische Orchester Altenburg-Gera.

Im Auftrag der rot-rot-grünen Landesregierung erarbeitet der für Kultur zuständige Chef der Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff aus Berlin derzeit ein neues Kulturkonzept. Vogel appelliert an Hoff, die enormen Anstrengungen, die die Theater und Orchester von Altenburg und Gera in den vergangenen Jahren unternommen haben, zu berücksichtigen. „Ostthüringen ist hier quasi schon in Vorleistung gegangen“, erklärt er.

Vogel sagt: „Der Bund hilft, wo er kann. Doch er darf nicht nach Belieben in Kulturpolitik eingreifen. Diese ist verfassungsgemäß Aufgabe von Land und Kommunen. Für Schutz und Förderung unserer Kulturlandschaft sind der Freistaat und die kommunalen Gebietskörperschaften verantwortlich.“ Der Bund kann nur Projekte und Kultureinrichtungen von nationalem Interesse fördern.

Insgesamt übernimmt der Bund etwa 13 Prozent der Gesamtausgaben für Kunst und Kultur, im letzten Jahr waren das rund 1,2 Milliarden Euro. Für das Jahr 2016 konnte CDU-Kulturstaatsministerin Prof. Monika Grütters eine Erhöhung des Etats auf 1,4 Milliarden Euro durchsetzen — gegen die Stimmen der Linken und Grünen. Einige Millionen aus diesem Etat fließen nach Thüringen.

Zudem unterstützt die unionsgeführte Bundesregierung die Länder und Kommunen mit zahlreichen Entlastungen und Förderprogrammen. Allein durch das 2015 beschlossene Gesetz zur Förderung von Investitionen finanzschwacher Kommunen entlastet Thüringen bis 2018 um rund 110 Millionen Euro. „Das gibt den Ländern Spielraum — auch zur Kulturförderung“, sagt Vogel. „Sie müssen die Gelder nur entsprechend einsetzen.“