Neuigkeiten

28.08.2015, 14:16 Uhr
Medizinische Versorgung vor Ort zukunftsfest gestalten
Mit dem Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenkasse hat der Bund die Weichen für bedarfsgerechte und wohnortnahe Versorgung insbesondere im ländlichen Raum gestellt. Das Krankenhausstrukturgesetz soll die Kliniken fit für die Zukunft machen.

Die medizinische Versorgung in Deutschland ist gut. Das Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung (Versorgungsstärkungsgesetz), das Ende Juli in Kraft getreten ist, zielt darauf ab, diese flächendeckend auch für die Zukunft auf hohem Niveau sicherzustellen. "Flexible Maßnahmen auf verschiedenen Planungs- und Verantwortungsebenen ermöglichen eine individuelle Weiterentwicklung der hochwertigen und wohnortnahen Versorgung insbesondere im ländlichen Raum", sagt der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel.

Krankenhäuser einbinden und stärken
"Um eine optimale ambulante Behandlung in ländlichen Regionen sicherzustellen, werden die Krankenhäuser stärker mit einbezogen", berichtet Vogel. Die Ermächtigung von Krankenhäusern zur vertragsärztlichen Versorgung bei Unterversorgung wird verbindlich ausgestaltet.
Das Gesetz verpflichtet zudem die Kassenärztlichen Vereinigungen, Terminservicestellen einzurichten. Sie sollen Patienten mit einer Überweisung innerhalb von vier Wochen einen Facharzttermin verschaffen. Gelingt dies nicht, sind sie verpflichtet, einen Termin im Krankenhaus zu vermitteln.nicht, sind sie verpflichtet, einen Termin im Krankenhaus zu vermitteln.
Des weiteren sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen auch im Notdienstbereich mit Krankenhäusern kooperieren. Vogel weiß: "Gerade die Krankenhäuser im ländlichen Raum sind im Krankheitsfall ein wichtiger Anlaufpunkt für die Bürger."
Unabhängig vom Versorgungsstärkungsgesetz soll die Finanzierung der Krankenhäuser mit einem Krankenhausstrukturgesetz deutlich verbessert werden. "Nur wenn das Personal nicht dauerhaft überlastet ist, können gute Versorgung und Pflege gewährleistet werden", sagt Vogel. Das Krankenhausstrukturgesetz wurde Anfang Juli in erster Lesung beraten und soll zum 1. Januar 2016 in Kraft treten.

Medizinische Versorgungszentren im Fokus
Ein wichtiges Bindeglied bei der Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung sind Medizinische Versorgungszentren. "Mit dem Versorgungsstärkungsgesetz haben wir deren Gründung erleichtert", sagt Vogel. Neben fachübergreifenden können nun auch arztgruppengleiche Zentren gegründet werden. Auch Städte und Gemeinden können mit der Gründung von Medizinischen Versorgungszentren die Versorgung vor Ort nun aktiv mitgestalten. "Viele junge Ärzte scheuen die Selbstständigkeit in betriebswirtschaftlicher Hinsicht", weiß er, "nun können die Kommunen sie anstellen. Ein Beispiel dafür, wie wir die medizinische Versorgung im ländlichen Raum zukunftssicher machen."