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18.03.2015, 11:52 Uhr
Wohngelderhöhung kommt
Heute hat das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf beschlossen, mit dem vor allem die angekündigte Erhöhung des Wohngeldes erreicht werden soll. Wie sich dies auf einkommensschwache Haushalte in Thüringer auswirkt, erklärt der Baupolitiker Volkmar Vogel, MdB: Die Union setzt ihr Wahlversprechen um. Die versprochene Erhöhung des Wohngeldes kommt. Sie ist zentraler Baustein der Regierung, Wohnen und Bauen bezahlbar zu machen.

Mit dem heute von der Bundesregierung beschlossenen Gesetzentwurf soll die Leistungsfähigkeit des Wohngeldes wieder hergestellt werden. Das Wohngeld wird dazu an die allgemeine Entwicklung der Mieten und Einkommen angepasst. Zugleich werden bei der Wohngelderhöhung die regionalen Unterschiede bei der Mietentwicklung sowie der Anstieg der Heizkosten besonders berücksichtigt.

Von der Wohngeldreform profitieren deutschlandweit rund 870.000 Haushalte; davon besonders einkommensschwache Familien und Rentner und rund 360.000 Haushalte, die nun erstmals oder wieder Anspruch auf Wohngeld haben. Damit unterstützen wir vor allem jene, die von stark steigenden Mieten betroffen sind.

Konkret bedeutet dies, dass die Landkreise Altenburger Land und Greiz aufgrund der allgemeinen Mietentwicklung und der Einwohnergröße in der Mietenstufe I liegen; der Saale-Orla-Kreis und der Saale-Holzland-Kreis hingegen im Mietenstufen-Bereich II. Bei den Städten sieht es wie folgt aus: Greiz und Zeulenroda-Triebes gehören zur Mietenstufe I; Altenburg, Gera, Schmölln und Meuselwitz zur Mietenstufe II;

Wir wollen die parlamentarischen Beratungen im Bundestag noch vor der Sommerpause zum Abschluss bringen. Damit könnten die Bürger ab dem 1. Januar 2016 das erhöhte Wohngeld erhalten.

Fallbeispiel:
Eine Familie mit einem dreijährigen Kind in Greiz oder Zeulenroda-Triebes zahlt für ihr Eigenheim insgesamt 500 Euro für Betriebskosten und Hypothek. Der Vater verdient monatlich 1.650 Euro. Die Mutter ist arbeitslos und hat keinen Anspruch auf ALG I. Zusätzlich erhalten sie für das Kind 184 Euro Kindergeld. Sie beziehen heute 31 Euro Wohngeld. Ab 2016 erhöht sich dieser Wohngeldanspruch auf 92 Euro. Im Ergebnis haben sie jeden Monat 61 Euro mehr zur Verfügung.

Hintergrund:
Knapp 10 Prozent der Wohngeldhaushalte, vor allem im ländlichen Raum, leben im selbstgenutzten Wohneigentum. Der Haushalt profitiert davon, dass durch die Anhebung der Höchstbeträge statt 424 Euro nun 450 Euro der Belastung (Betriebs- und Kreditkosten) beim Wohngeld angerechnet werden. Beim Wohngeld werden im Gegensatz zur Grundsicherung auch Tilgungsbeiträge berücksichtigt.