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20.10.2014, 13:40 Uhr
Volkmar Vogel MdB: Leitlinien der energetischen Stadtsanierung auf Wohnungseigentümergemeinschaften übertragen
Der Ostthüringer Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel (CDU) fordert vor dem Hintergrund der CO2-Reduzierungsziele die Ausweitung des geförderten Quartiersmanagement auf Verwalter und Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG).

Die Bundesregierung hat sich bei der Klimawende ambitionierte Ziele gesetzt. So soll u.a. im Jahr 2050 ein weitgehend klimaneutraler Gebäudebestand zur drastischen Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes beitragen. Ein eminent wichtiges Unterfangen, da immerhin 40 Prozent des gesamten CO2-Ausstoßes auf den Gebäudebereich zurückzuführen ist. Bereits bis zum Jahr 2020 soll daher eine Reduzierung um 40 Prozent gegenüber 1990 erreicht werden. Dieses Ziel ist derzeit aber nur schwer erreichbar, wie Experten und Studien voraussagen.

Als wesentliches Hemmnis dabei sieht MdB Volkmar Vogel die geringe energetische Sanierungsrate bei Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG). Bei über 9 Millionen Eigentumswohnungen liege damit enormes Potential brach. „Von der angestrebten jährlichen Sanierungsrate von 2 Prozent sind wir weit entfernt. Komplexe Abstimmungsprozesse und Finanzierungen sowie fehlende Motivation und Kenntnisse von Eigentümern und Verwaltern bremsen die Klimawende. In der Folge kommt es zu einem Sanierungsgrad von derzeit weit unter einem Prozent“, so Vogel.

Zur Steigerung der WEG-Sanierungsrate regt MdB Vogel daher folgendes an:

1. Es bedarf einer umfassenden Informationskampagne der Bundesregierung gegenüber Wohnungseigentümern, um auf die Vorteile einer energetischen Sanierung aufmerksam zu machen.

2. Anreize für Immobilienverwalter müssen geschaffen werden, sich dieser Sanierungsprozesse anzunehmen.

3. Die Leitlinien der energetischen Stadtsanierung sollten verstärkt auf Wohneigentümergemeinschaften übertragen werden.

„Wir benötigen mehr Sanierungsmanager in Eigentümer-gemeinschaften. Was im Quartiersmanagement funktioniert, sollte daher übertragen und durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau bei WEG in ausreichendem Maß bezuschusst werden. Qualifizierte Immobilienverwalter lassen sich dadurch ebenfalls besser einbinden, wenn sie daran partizipieren können“, so Vogel abschließend.