Gera

Die kreisfreie Stadt Gera, im Norden des Vogtlands an der Weißen Elster im ostthüringischen Hügelland, ist nach Fläche ist die zweit- und nach Einwohnerzahl die drittgrößte Stadt im Freistaat. Mit der Industrialisierung Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die einstige Reußenresidenz ein großes Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum. Zur Blütezeit der Stoff- und Tuchindustrie zählte Gera zu den reichsten Städten Deutschlands. Das bezeugen noch heute die rund 100 zum Teil sehr bedeutenden Stadtvillen. Die Altstadt mit dem Marktplatz und den beiden Renaissancebauten Rathaus und Stadtapotheke gehört die zu den schönsten in Thüringen. Eine besondere Attraktion sind auch die Geraer Höhler – ein unterirdisch begehbares Labyrinth aus Gängen und Nischen, das seit dem 16. Jahrhundert der Bierlagerung diente.

Heute zeichnet sich Gera durch  sein innovativ-technologisches Potenzial aus. Mehr als 40 moderne technologieorientierte Firmen - unter anderem aus den Bereichen Medizintechnik, Mikroelektronik, Softwareentwicklung und Optik - haben sich in der rd. 1000 Jahre alten Stadt angesiedelt. Sowohl die Duale Hochschule Gera-Eisenach (ehemals Berufsakademie) als auch die private SRH Hochschule für Gesundheit Gera haben hier ihren Sitz. Seit Januar 2017 führt die Stadt offiziell den Titel „Hochschulstadt“. Zudem ist die Stadt von einem vielfältigen Vereinsleben geprägt .
Gera liegt 20 Kilometer vom Hermsdorfer Kreuz, dem Schnittpunkt der Verkehrsachsen A9 Berlin - München und der A4 Dresden - Frankfurt/Main entfernt und verfügt in Gera-Leumnitz über einen eigenen Verkehrslandeplatz in unmittelbarer Nähe der gleichnamigen Anschlussstelle. Bereits im 19. Jahrhundert hatte sich Gera zum Verkehrsknotenpunkt entwickelt, da am Hauptbahnhof zahlreiche Bahnstrecken zusammentrafen. Seit Ende des Jahres 2018 nach einer zwölfjährigen Unterbrechung wieder an den Fernverkehr angeschlossen. Auf dem Programm steht nun die Elektrifizierung der Strecke Gera – Zeitz – Leipzig in Verbindung mit der Elektrifizierung der Bahnstrecke Weimar – Gera – Gößnitz. Auch die S-Bahn-Anbindung an Leipzig ist im Gespräch.


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