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13.06.2017, 14:59 Uhr
Volkmar Vogel sieht Südostlink-Trasse weiter auf dem Prüfstand
Ronneburg. Die Gleichstromtrasse Südostlink ist Teil des Bundesnetzausbauplanes. Ob sie wirklich gebraucht werde, müsse im formellen Planfeststellungsverfahren allerdings noch nachgewiesen werden, wie der CDU-Bundestagsabgeordnete Volkmar Vogel aus aktuellem Anlass dazu betont. „Bis zur Bauentscheidung in den nächsten zehn Jahren wird noch viel Wasser die Elster hinunterfließen“, weiß der Bundespolitiker aus Ostthüringen.

„Bis dahin ist nachzuweisen, ob nicht andere Neubautrassen oder ein modernisiertes Netz die Durchleitung übernehmen könnten.“

„Die Bürgerbeteiligung der Netzbetreiber finde ich gut“, meint Vogel. Unabhängig von der Grundsatzentscheidung komme es darauf an, alle Bedenken sachlich vorzutragen. Eine Trasse, wenn sie überhaupt gebraucht werde, müsse Wohnbebauung weiträumig umgehen. „Auf dem sprichwörtlichen freien Felde halte ich eine Freileitung für die sinnvollere und preiswertere Lösung, weil dadurch landwirtschaftliche Nutzfläche nicht verloren geht.“

„Die Frage einer angemessenen Entschädigung ist noch ungeklärt. Die Menschen in Ostthüringen würden hier eine Last tragen, von der sie nichts haben. Einem Netzentgeltmodernisierungsgesetz, dass diese Zusatzbelastung für unsere Bürger nicht ausgleicht, werde ich im Deutschen Bundestag nicht zustimmen“, nimmt Volkmar Vogel dazu Stellung.